Stimmt, was ein Mensch tut, um die Erde zu retten, hat keinen grossen Einfluss. Aber wir sind viele. 

Wenn ein Mensch umweltschädigend lebt, hat das keinen grossen Einfluss auf seine Umwelt. Wenn es aber 7553006000 Menschen tun, hat das einen Einfluss.

Vergleiche es mit einem Menschen, der von Viren befallen ist. Viren sind ungeheuer klein, und es ist undenkbar dass ein Virus Schaden anrichten kann. Aber er vermehrt sich ins Unendliche. Und wie der Schaden dann ist spüren wir bei einer Grippe am eigenen Leib.

Manchmal frage ich mich, ob dieser Vergleich vielleicht gar nicht so weit hergeholt ist. Die Erde hat Bewohner, den Homo sapiens, der eigentlich ohne Probleme auf der Erdoberfläche leben könnte. Aber dieser lebt immer mehr so, dass er seine Umwelt zerstört, unverhältnismässig ausbeutet, und er vermehrt sich enorm schnell. Und so wurde er vom Mitbewohner zum Krankheitserreger. 

Das fein eingespielte Gleichgewicht der Atmosphäre, die Leben überhaupt erst ermöglicht, stört er, indem er die fossilen Kohlenstoffe, welche im Erdinnern eingelagert sind, herausreisst und in die Atmosphäre verpufft. Die bisher sicher versorgten Stoffe, welche in der Luft als CO2 existieren, setzt er in grossen Massen frei.

Er bewirkt, dass die Erde ‘Fieber’ bekommt. Wie unser Körper, der Fieber erzeugt, um die Krankheitserreger abzutöten. 

“Ein anderer Planet besucht die Erde. Er fragt: Wie geht es dir? Die Erde antwortet: “Schlecht. Mir geht es gerade wirklich verschissen.” “Was hast du denn?” “Ich habe Homo sapiens!”Der andere Planet antwortet: “Oh nein! Das ist wirklich schlimm! Du armes Schwein, du tust mir so leid.”        “Aber ich kann dich trösten: Das geht vorbei.”

Wir können uns entscheiden, ob wir als Bewohner dieser wunderbaren Erde leben wollen, oder ob wir als Krankheitserreger mithelfen wollen, das Oekosystem und damit unsere eigene Lebensgrundlage, und vor allem die unserer Kinder, zu zerstören.

18.12.2018 Philipp Stauffer